.>.>.>.>.>.>.Frequently Asked Questions: Sind das, was alle haben sollen, also habe auch ich die FAQ zusammengestellt, aus den häufigsten Fragen, die ich in den letzten Jahren beantwortet habe .

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Frage: Warum ist gerade Bauchtanz für die Weiblichkeit so wertvoll?
Es ist sicher nicht gerne gehört, speziell von Frauen nicht, dass der Bauchtanz nur sehr eingeschränkt weiblich erscheint.

Bauchtanzbewegungen haben nichts, was nur Frauen können, alle Bewegungen können Männer auch ausführen. Männer stellen sich nur manchmal dabei so an, als ob sie Tanzen lernen würden, was natürlich impliziert, es ist nichts für Männer.

Das spezielle Training der Beckenbodenmuskulatur durch die Beckenbewegungen ist sicher für die Frauen besser, aber für Männer weder schädlich noch fördert es den Verlußt der Männlichkeit.

Einem allgemein besseren Wohlbefinden kann ich eigentlich auch nicht nachsagen, dass es nur für Frauen erstrebenswert ist. Und die Mystik vom Fruchtbarkeitstanz sehe ich in der Entwicklung des menschlichen Verständnisses allgemein. Die Zeit der Mystik ist doch schon ein Weilchen her und wir sehen doch viele Dinge anders als vor 1000 Jahren, speziell das Kinder bekommen oder nicht bekommen.

Im Heimatland des Bauchtanzes, in Arabien gibt es sehr viele Männertänze, die heute Frauen tanzen - um ihre Unweiblichkeit aus zu leben??!!? Oder weil es eben doch nicht Männertanz und Frauentanz (getrennt wie den Toiletteneingang) gibt, sondern nur Spaß am Tanz, am Rhythmus und an der Bewegung.

Ich denke, wenn Männer am Tanzen Spaß haben ist es OK, wenn Frauen am Tanzen Spaß haben ist es auch nicht mehr als OK, tanzen ist menschlich, am besten ohne Vorurteile.

Frage: Bauchtanz sei heilend?
Bei meinem Seiten zu den Bewegungen git es Kursivtexte, das sind die allgemeinen Physikohinweise

oder die Hinweise für Schwangere zur aktuellen Bewegungsgruppe.

Die gesundheitlichen Vorteile sind vielfältig, das heißt, es profitiert nicht nur der physische Körper sondern auch die Psyche oder Seele.

Gliedern wir das “Paket” Gesund für Körper und Geist ein wenig:

Der Stoffwechsel kommt in Schwung ( sanfte und kontinuierliche Bewegung).

Muskeln- und Gelenke werden gelockert (durch die charakteristischen Bewegungen).

Durch die vielschichtigen Bewegungen atmen wir etwas tiefer, dadurch schlägt unser Herz etwas schneller, womit das Blut rascher fließt

(weniger als beim Hochleistungssport oder Cardiotraning).

Damit werden wiederum alle weiteren Körperfunktionen begünstigt.

Das beeinflusst die Gemütslage nachhaltig.

Ganz besonders aber profitiert die Rückenmuskulatur und Wirbelsäule von dieser Art Bewegungstraining. Sie werden bei aufrechter, ausbalancierter Körperhaltung in jeder Übungsstunde speziell trainiert. Ohne gesunde Körperhaltung und feinmotorische Steuerung wird es nie ein guter, gesunder Bauchtanz.

All das zusammengenommen habe ich bei meiner Tochter erlebt, nämlich dass sie anhaltende Fortschritte in der Beweglichkeit macht.

Sie hat eine feinmotorische und psychische Störung nach einer schweren Gehirnerkrankung und die Physiko hat uns nach Hause geschickt mit den Worten „Was wollen sie von mir ? ich kann nichts mehr machen !“

Mit Bauchtanz machen wir seit Jahren immens viel und ich bin überzeugt, um den Erfolg beneiden uns die Physikotherapeuten.

Frage: Wie lange braucht man, bis man es “richtig” Tanzen kann?
Ich möchte an dieser Stelle die vielen Meinungen außer Acht lassen und mich einer ganz großen Tänzerin Ägyptens anschließen, Nagua Fouad, sie sage auf die Frage ob sie nicht unterrichten anfangen wolle :

„ich lerne noch immer und das werde ich wahrscheinlich mein ganzes Leben lang machen“.

Nur wer kontinuierlich lernt, kann etwas anbieten. Dabei soll es nicht darauf ankommen, zu zeigen was man kann. Es soll einfach nur der Spaß an der Bewegung geschehen. Das es anderen Menschen Spaß machen kann, diese Bewegungen, besser den Spaß an diesen Bewegungen zu sehen, steht woanders, soll aber beim Bauchtanz nicht vernachlässigt werden.

Wer nur Bauchtanzen lernt um Anderen zu zeigen was er kann, sollt es besser lassen, es ist schade um die Mühe, die Zeit, das Geld und die verbrauchten Nerven.

Frage: Was zeichnet guten Bauchtanz aus?
Alles, was aus westlicher Sicht gute Show ist, ist nicht guter Bauchtanz für Eingeweihte.

Das Kennzeichnendste ist die Fähigkeit der Tanzenden mit ihrem Tanz jene Energie zu transportieren, die sie in die Bewegungen setzen. Ihre wahre Freude, Lebenslust, Hingabe, Liebe zur Musik und zum Tanz sollte das Publikum erreichen, also "rüberkommen" und noch besser anstecken. Die Anwesenden sind zur gefühlsmäßigen Teilnahme aufgerufen. Eingeladen mit zu leben, mit zu trommeln, mit zu klatschen, und manchmal spontan, sogar mit zu tanzen.

Das gemeinsame Erleben des glücklichen Augenblickes zwischen Tänzer/in und Publikum, vor allem das ist authentischer Bauchtanz.

Wenn das oben gesagte alles fehlt, kann es trotzdem eine gute Show sein! Allerdings eben nur bei uns im Westen mit gänzlich anderen Werten für gute Tanzshows.

Für mich gilt „ich tanze für mich und Ihr dürft zuschauen“, nur wer seine eigene Begeisterung am Tanz rüberbringen kann, kann „gut“ tanzen.

Frage: „ Zeig uns doch mal was!”
Eine Unart mit Bauchtanz um zu gehen ist für viele Menschen das Ansinnen „Zeig uns doch mal was!“ Nun, ein großer Teil der Menschen ist neugierig, die einen offensichtlich mit bohrenden, immer wiederkehrenden Fragen, durchaus auch liebenswürdig gestellt, trotzdem nervend. Andere wartend nicht so nervend und vor allem nicht fragend, aber sie warten dennoch auf die anscheinend große Überraschung.

Trotz aller Widrigkeiten zu diesen Fragen, es ist schon etwas Geheimnisvolles am Flair des Tanzes mit der Tüllgardiene. Je mehr wir dieses Geheimnis, auch um den Orient, behüten, umso neugieriger werden die Menschen in unserer Umgebung.

Wenn Du Dich entschließt doch was zu zeigen, sollte es etwas sein, das die Erwartungen absolut nicht erfüllt.

Shimmy und Co verlocken dazu, zu sagen : „WOW ! , wie machst Du das?“ das heißt, zeig uns noch mehr. Wenn Du zum Beispiel ganz langsam mit der Lotusblüte die Arme senkst, ist die Begeisterung für die genau so besondere (bei uns nicht im Alltags- oder Tanzleben verwendete) Bewegung sehr gering und Du erntest viel leichter ein beendendes „AHA“.
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